{"id":315,"date":"2023-02-18T15:30:30","date_gmt":"2023-02-18T15:30:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dr-w-koch.de\/web\/?page_id=315"},"modified":"2023-02-19T09:34:13","modified_gmt":"2023-02-19T09:34:13","slug":"tumordiagnostik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.dr-w-koch.de\/web\/tumordiagnostik\/","title":{"rendered":"Tumordiagnostik"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Onkologie und Nuklearmedizin &#8211; untrennbar<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Lebenserwartung ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, unsere Kinder haben eine statistische Lebenserwartung von mehr als 100 Jahren. Leider nehmen mit zunehmenden Alter aber auch Krebserkrankungen zu. Obwohl die Forschung sehr aktiv und engagiert ist, ist bis heute bei der Mehrzahl der b\u00f6sartigen Erkrankungen keine Heilung m\u00f6glich.<br>Schl\u00fcssel der modernen Onkologie ist deshalb eine m\u00f6glichst fr\u00fchzeitige Erkennung b\u00f6sartiger Erkrankungen und eine exakte Diagnosestellung einschlie\u00dflich der Beurteilung des Stadiums der Erkrankung. Nur so l\u00e4sst sich eine effektive Therapie und somit eine gute Prognose bei guter Lebenserwartung erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der &#8222;molekularen&#8220; Bildgebung h\u00e4lt die Nuklearmedizin ein m\u00e4chtiges Werkzeug f\u00fcr die Fr\u00fcherkennung tumor\u00f6ser Erkrankungen bereit. Tumorbedingte Ver\u00e4nderungen des Stoffwechsels k\u00f6nnen fr\u00fchzeitig mit nuklearmedizinischen Verfahren erkannt werden, noch bevor z.B. Gewebsver\u00e4nderungen im R\u00f6ntgen, CT oder MRT (Radiologie) sichtbar werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bildgebende Verfahren der Nuklearmedizin haben somit einen entscheidenden Stellenwert sowohl f\u00fcr die onkologische Diagnostik, als auch f\u00fcr die Wahl der optimalen Therapiestrategie erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>In den folgenden Beitr\u00e4gen erfahren Sie mehr \u00fcber die h\u00e4ufigsten Tumorerkrankungen und wie die Nuklearmedizin hier in Hinblick auf Diagnostik und Therapie helfen kann.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>Knochenmetastasen &#8211; Skelettszintigraphie<\/strong><br>Mit der Skelettszintigraphie steht der Nuklearmedizin ein optimales und einfaches Verfahren zur Beurteilung des Knochenstoffwechsels im gesamten Skelett mittels einer einzigen Untersuchung bei nur geringer Strahlenexposition zur Verf\u00fcgung. Damit k\u00f6nnen fr\u00fchzeitig Ver\u00e4nderungen des Knochenstoffwechsels (wie sie bei Tumorbefall des Skelettsystems auftreten) erfasst und lokalisiert werden. Mit speziellen Untersuchungsverfahren, wie z.B. Computertomographie (CT), Kernspintomographie (MRT) oder Positronen-Emissions-Tomographie, kann anschlie\u00dfend \u2013 falls erforderlich \u2013 eine weitere gezielte Abkl\u00e4rung der zugrunde liegenden Ursachen erfolgen. Insbesondere zur Abkl\u00e4rung einer m\u00f6glichen Metastasierung von Tumorzellen gilt die Skelettszintigraphie als das Verfahren der ersten Wahl. Mit hoher Treffsicherheit kann hier eine beginnende Metastasierung erkannt und lokalisiert werden. Gleiches gilt auch f\u00fcr die Verlaufsbeurteilung eines bekannten Tumorleidens w\u00e4hrend oder nach einer Therapie.<\/td><td><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dr-w-koch.de\/images\/stories\/praxis\/skelettszinti.jpg\" alt=\"Skelettszintigraphie\" style=\"width: 10000px;\"><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>Metastasensuche in den Weichteilen und Knochen &#8211; PET<\/strong><br>Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eignet sich sowohl f\u00fcr die Erkennung eines Tumors in Problemsituationen, als auch v.a. zur Erkennung von Absiedlungen \/ Metastasen. Hierzu wird durch die Nuklearmedizin der &#8222;Zuckerstoffwechsel&#8220; des K\u00f6rpers sichtbar gemacht, da man wei\u00df, dass Tumorgewebe sehr viel mehr Zucker verbraucht, als das \u00fcbrige gesunde Gewebe. F\u00fcr die Untersuchung wird deshalb eine geringe Menge schwach radioaktiv markierter Traubenzucker in die Vene gespritzt. Die Substanz ist nicht sp\u00fcrbar, reichert sich aber rasch in Tumorgewebe an. Somit kann in der Regel sicher beurteilt werden, ob der Tumor \u00fcber die Brust hinaus gestreut hat, z.B. in Lymphknoten, die Lunge, die Leber oder der Knochen, da die Krebszellen sich unabh\u00e4ngig von ihrer Lage im K\u00f6rper in einer Ganzk\u00f6rperuntersuchung vom \u00fcbrigen Gewebe durch ihren Stoffwechsel verraten. Ein Nachweis von Tochtergeschw\u00fclsten durch die PET hat erheblichen Einfluss auf die Wahl der optimalen Behandlungsform. Die PET kann den Zuckerumsatz quantitativ erfassen, dadurch liefert sie auch fr\u00fchzeitig Informationen \u00fcber den Erfolg einer gew\u00e4hlten Therapiema\u00dfnahme, Monate bevor Gr\u00f6\u00dfen\u00e4nderungen des Tumorgewebes mit CT oder MRT nachgewiesen werden k\u00f6nnen. So kann fr\u00fchzeitig ermittelt werden, ob eine hoch dosierte Chemotherapie mit erheblichen Nebenwirkungen f\u00fcr die Patientin auch tats\u00e4chlich Erfolg zeigt, oder durch eine andere Therapie ersetzt werden sollte. Bereits nach wenigen Tagen (nach einem Chemotherapiezyklus) ist in der PET klar zu erkennen, ob der Zuckerstoffwechsel in den Krebszellen abnimmt.<\/td><td><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dr-w-koch.de\/images\/stories\/praxis\/fdgpet.jpg\" alt=\"FDG-PET\" style=\"width: 10000px;\"><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Brustkrebs \/ Mammakarzinom<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Mammakarzinom ist auch heute noch die h\u00e4ufigste Tumorerkrankung der Frau und damit auch leider die h\u00e4ufigste Todesursache. Basis der Erkennung von Brustkrebs sind der Tastbefund, die Mammographie (einschlie\u00dflich Screening-Untersuchungen) und der Ultraschall der Brust, sowie die Gewebsprobeentnahme.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Verfahren beschr\u00e4nken sich auf das Brustdr\u00fcsengewebe und die Achselregion und weisen teils Einschr\u00e4nkungen (z.B. bei sehr dichtem Brustdr\u00fcsengewebe bei Frauen vor den Wechseljahren) auf. Zudem bestehen noch diagnostische L\u00fccken bei der Frage, ob der Tumor bereits gestreut hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nuklearmedizin bietet in den verschiedenen Stadien von Diagnosestellung bis Therapie mehrere Verfahren, die wesentliche Zusatzinformationen liefern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>W\u00e4chterlymphknotendarstellung vor OP &#8211; Sentinel-Node-Szintigraphie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ist die Diagnose eines Mammakarzinoms gestellt, ist es von gro\u00dfer Bedeutung, ob dieser Tumor bereits in die Lymphknoten in der Achselh\u00f6hle gestreut hat. Lymphknoten sind nat\u00fcrliche Filterstationen f\u00fcr Gewebswasser. \u00dcber dieses Gewebswasser k\u00f6nnen auch Tumorzellen abflie\u00dfen und sich so im K\u00f6rper verteilen. Diese Filterstationen sind h\u00e4ufig die erste Station f\u00fcr Tumorabsiedlungen. Sind die Lymphknoten nicht befallen, besteht eine bessere Prognose f\u00fcr den weiteren Verlauf der Erkrankung. Auch die weitere Therapieplanung&nbsp; \u2013 etwa die Entscheidung \u00fcber eine Hormonbehandlung oder Chemotherapie \u2013 wird durch diese Information ganz wesentlich mitbestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher wurden deshalb immer s\u00e4mtliche Lymphknoten aus der Achselh\u00f6hle entfernt, oft mit Folge eines Lymphstaus, Nervenirritation, Schmerzen. Die gezielte Entfernung des so genannten &#8222;W\u00e4chterlymphknotens&#8220; ist der vielversprechende aktuellere Weg. Es handelt sich dabei um den &#8222;ersten&#8220; Lymphknoten im Lymphabflussgebiet eines Brusttumors. Ist dieser Knoten nicht befallen, sind es in der Regel auch die nachfolgenden Lymphknoten nicht. Damit w\u00fcrde sich eine vollst\u00e4ndige Ausr\u00e4umung der \u00fcbrigen Lymphknoten er\u00fcbrigen. Daher wird im Rahmen der Operation des Mammakarzinoms dieser erste Lymphknoten gezielt entnommen und gr\u00fcndlich untersucht. Ist er tumorfrei, m\u00fcssen die restlichen Lymphknoten nicht entfernt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lungenkrebs \/ Bronchialkarzinom<\/h2>\n\n\n\n<p>Die h\u00e4ufigste Todesursache beim Mann ist der Lungenkrebs. Am sogenannten Bronchialkarzinom erkranken j\u00e4hrlich in Deutschland etwa 37000 Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Beurteilung, inwieweit sich der Tumor bereits \u00fcber die Lunge hinaus ausgebreitet hat, oder ob er gar bereits in den restlichen K\u00f6rper gestreut hat, hat sich die PET einen wichtigen Stellenwert erarbeitet. Diese Informationen sind f\u00fcr die Wahl der geeigneten Therapie (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie) wichtig. Kommt eine Operation in Frage, kann vor der Entfernung von Teilen der Lunge abgesch\u00e4tzt werden, ob die restlichen Lungenabschnitte noch genug Leistung zum Atmen liefern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>OP-Planung &#8211; Lungenperfusionsszintigraphie und Lungenventilationsszintigraphie<\/strong><br>Mit der Ventilations- und Perfusionsszintigraphie stehen der Nuklearmedizin ein Planungsverfahren zur Verf\u00fcgung, wenn die operative Entfernung eines Lungenfl\u00fcgels geplant ist. F\u00fcr die Absch\u00e4tzung der Restfunktion nach dem Eingriff sollte bekannt sein, welchen Anteil an Durchblutung und Bel\u00fcftung der betroffene Lungenfl\u00fcgel besitzt. Bei der Ventilations-\/Inhalationsszintigraphie kommen markierte Edelgase oder Aerosolpartikel zum Einsatz, die \u00fcber eine Atemmaske eingeatmet werden. F\u00fcr die Perfusionsszintigraphie werden radioaktiv markierte Bluteiwei\u00dfpartikel in eine Vene injiziert. Es werden Aufnahmen der Lunge in verschiedenen Ansichten angefertigt, die Bilder in einem Computer gespeichert und dann ausgewertet. So erh\u00e4lt der Lungenchirurg f\u00fcr die Operationsplanung exakte Informationen zur regionalen Lungenfunktion.<\/td><td><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dr-w-koch.de\/images\/stories\/praxis\/ventilationperfusion.jpg\" alt=\"Ventilations-\/Perfusionsszintigraphie\" style=\"width: 10000px;\"><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prostatakarzinom<\/h2>\n\n\n\n<p>Der&nbsp;<strong>Prostatakrebs<\/strong>&nbsp;geht vom Dr\u00fcsengewebe der Vorsteherdr\u00fcse aus. J\u00e4hrlich sterben in Deutschland 3 von 100 M\u00e4nnern am Prostatakarzinom. Damit geh\u00f6rt diese Erkrankung zu den h\u00e4ufigsten b\u00f6sartigen Erkrankungen des Mannes, sie stellt die dritth\u00e4ufigste t\u00f6dliche Krebserkrankung nach Lungen- und Darmkrebs dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Anfangs verursacht das Prostatakarzinom keine Beschwerden. Sp\u00e4ter k\u00f6nnen Probleme mit der Harnblasenentleerung, Schmerzen der Knochen und Gewichtsverlust bzw. An\u00e4mie auftreten. H\u00e4ufig sind bei der Diagnosestellung bereits Tumorabsiedlungen in die Lymphknoten oder in das Skelett vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine realistische Aussicht auf Heilung ist vor allem dann vorhanden, wenn der Tumor noch nicht organ\u00fcberschreitend gewachsen ist und keine Metastasen vorliegen. Behandelt werden k\u00f6nnen die Tumoren durch Operation (Prostatektomie), Strahlentherapie, Chemotherapie und Hormonbehandlungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dickdarmkrebs und Enddarmkrebs<\/h2>\n\n\n\n<p>50000 Personen in Deutschland erkranken j\u00e4hrlich an Dickdarm- oder Enddarmkrebs (Kolonkarzinom bzw. Rektumkarzinom), einem der h\u00e4ufigsten Tumorleiden. Hierbei tritt h\u00e4ufig zun\u00e4chst ein Befall der benachbarten Lymphknoten als Filterstationen des Gewebswassers auf. Sp\u00e4ter kann der Tumor in die Leber, in die Lunge, in den Knochen oder das Gehirn absiedeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Krebs wird zun\u00e4chst operativ entfernt, dann folgen je nach Tumorstadium eine Nachbehandlung (Bestrahlung und\/oder Chemotherapie). Dickdarm- bzw. Enddarmkrebs wird oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt, da er erst dann zu Beschwerden f\u00fchrt. Dies kann eine vollst\u00e4ndige Entfernung durch eine Operation erschweren. Falls Tumorreste verbleiben, f\u00fchren diese nach einer unterschiedlich langen Zeitspanne, die von ihrer Wachstumsgeschwindigkeit abh\u00e4ngt, zu einem Rezidiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Chancen einer weiteren effektiven Behandlung h\u00e4ngen davon ab, ob ein solches Rezidiv fr\u00fchzeitig entdeckt wird und wie gro\u00df dieses ist. Ziel der bildgebenden Verfahren aus Nuklearmedizin und Radiologie ist es deshalb, den Krebs m\u00f6glichst fr\u00fch und in voller Ausdehnung zu erkennen und einen eventuellen R\u00fcckfall so fr\u00fch wie m\u00f6glich nachzuweisen. Hierzu werden \u00fcblicherweise die Darmspiegelung, Ultraschall und verschiedene R\u00f6ntgenverfahren (Dickdarm-Kontrasteinlauf, Computertomographie) eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die klassisch Verfahren der Radiologie erkennen den Tumor anhand asymmetrischer Weichgewebsvermehrungen, die Erkennung eines Rezidivs gestaltet sich h\u00e4ufig nach Therapie durch Narbengewebe schwierig. Die Nuklearmedizin bietet hier andere, sehr effektive Ans\u00e4tze:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tumorstoffwechsel &#8211; PET<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eignet sich sowohl f\u00fcr die Erkennung eines Prim\u00e4rtumors, eines R\u00fcckfalls, als auch zur Erkennung von Absiedlungen \/ Metastasen. Hierzu wird der &#8222;Zuckerstoffwechsel&#8220; des K\u00f6rpers sichtbar gemacht, da man wei\u00df, dass Tumorgewebe sehr viel mehr Zucker verbraucht, als das \u00fcbrige gesunde Gewebe. F\u00fcr die Untersuchung wird deshalb eine geringe Menge schwach radioaktiv markierter Traubenzucker in die Vene gespritzt. Die Substanz ist nicht sp\u00fcrbar, reichert sich aber rasch in Tumorgewebe an.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit kann in der Regel sicher beurteilt werden, ob der Tumor \u00fcber den Darm hinaus gestreut hat, z.B. in Lymphknoten, die Lunge, die Leber oder der Knochen, da die Krebszellen sich unabh\u00e4ngig von ihrer Lage im K\u00f6rper in einer Ganzk\u00f6rperuntersuchung vom \u00fcbrigen Gewebe durch ihren Stoffwechsel verraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Nachweis von Tochtergeschw\u00fclsten durch die PET hat erheblichen Einfluss auf die Wahl der optimalen Behandlungsform. Mit der PET kann die Nuklearmedizin den Zuckerumsatz quantitativ erfassen, dadurch liefert sie auch fr\u00fchzeitig Informationen \u00fcber den Erfolg einer gew\u00e4hlten Therapiemassnahme, Monate bevor Gr\u00f6\u00dfen\u00e4nderungen des Tumorgewebes mit CT oder MRT (Radiologie) nachgewiesen werden k\u00f6nnen. So kann fr\u00fchzeitig ermittelt werden, ob eine hoch dosierte Chemotherapie mit erheblichen Nebenwirkungen f\u00fcr die Patientin\/-en auch tats\u00e4chlich Erfolg zeigt, oder durch eine andere Therapie ersetzt werden sollte. Bereits nach wenigen Tagen (nach einem Chemotherapiezyklus) ist in der PET klar zu erkennen, ob der Zuckerstoffwechsel in den Krebszellen abnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Knochenmetastasen &#8211; Skelettszintigraphie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Skelettszintigraphie ist ein optimales und einfaches Verfahren zur Beurteilung des Knochenstoffwechsels im gesamten Skelett mittels einer einzigen Untersuchung bei nur geringer Strahlenexposition. Damit k\u00f6nnen fr\u00fchzeitig Ver\u00e4nderungen des Knochenstoffwechsels (wie sie bei Tumorbefall des Skelettsystems auftreten) erfasst und lokalisiert werden. Mit speziellen Untersuchungsverfahren, wie z.B. Computertomographie, Kernspintomographie (Radiologie) oder Positronen-Emissions-Tomographie (Nuklearmedizin), kann anschlie\u00dfend \u2013 falls erforderlich \u2013 eine weitere gezielte Abkl\u00e4rung der zugrunde liegenden Ursachen erfolgen. Insbesondere zur Abkl\u00e4rung einer m\u00f6glichen Metastasierung von Tumorzellen gilt die Skelettszintigraphie als das Verfahren der ersten Wahl. Mit hoher Treffsicherheit kann hier eine beginnende Metastasierung erkannt und lokalisiert werden. Gleiches gilt auch f\u00fcr die Verlaufsbeurteilung eines bekannten Tumorleidens w\u00e4hrend oder nach einer Therapie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">B\u00f6sartige Erkrankungen der Schilddr\u00fcse<\/h2>\n\n\n\n<p>Symptomatik und Klinik der b\u00f6sartigen Schilddr\u00fcsenerkrankungen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Die b\u00f6sartigen Erkrankungen der Schilddr\u00fcse f\u00fchren die meisten Patienten mit der Angabe &#8222;da ist schnell was am Hals gewachsen&#8220; zum Arzt. Dann ist die Diagnose leicht zu stellen und mit Gewebeprobe (oder noch besser gleich Operation) zu sichern.<br>Allerdings verstecken sich die meisten Schilddr\u00fcsenkrebse in Knoten des Organes und sich dann nur mit eingeschr\u00e4nkter Sicherheit auch mit Gewebeprobe schwer zu finden. Das ist der Grund, warum nur die H\u00e4lfte der Schilddr\u00fcsenkrebse vor der Operation aufgedeckt wird, die andere H\u00e4lfte findet erst der Pathologe, der das entnommene Gewebe mit dem Mikroskop untersucht und damit die wesentlich feinere Diagnostik auf Zellebene ausf\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie k\u00f6nnen verstehen, dass sich ein Teil der Patienten mit Knoten des Organes aus Sicherheitsgr\u00fcnden doch noch operieren l\u00e4\u00dft, insbesondere wenn bei Kontrollen der Dr\u00fcse mit Ultraschall \u00c4nderungen an Gr\u00f6\u00dfe oder Binnenstruktur der Knoten auff\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt eine Reihe verschiedener Krebsformen des Organes:<br>Am h\u00e4ufigsten ist das papill\u00e4re Karzinom, die gutm\u00fctigste Krebsart, bei der zumeist die Operation zur Beseitigung ausreicht, wenn keine Metastasen und eine Tumorgr\u00f6\u00dfe unter 1 cm Durchmesser bei der Untersuchung der entfernten Dr\u00fcsenanteile ermittelt werden. Anderenfalls sind auch hier Zweitoperation und Nachbehandlungen, zB. mit Radiojodtherapie erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>An zweiter Stelle rangiert das follikul\u00e4re Karzinom, bei dem praktisch immer Zweitoperation und Radiojodbehandlung erforderlich sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Am unangenehmsten ist das anaplastische Karzinom, das so klein sein kann, dass es bei der Untersuchung der Dr\u00fcse nicht gefunden wird aber bereits gro\u00dfe Metastasen in anderen Organen verursacht. Die Operation der Dr\u00fcse kommt deshalb \u00f6fters zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Egal, welches Schilddr\u00fcsenkarzinom behandelt wurde, es mu\u00df stets eine sorgf\u00e4ltige Nachuntersuchung erfolgen, wie auch bei anderen Krebsarten bekannt, um ein Wiederauftreten der Erkrankung m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig zu erfassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gelegentlich wird das medull\u00e4re Karzinom bei den Schilddr\u00fcsenkrebsen erw\u00e4hnt. Es handelt sich aber nicht um einen Schilddr\u00fcsenkrebs sondern um einen Krebs der C-Zellen, die in der Schilddr\u00fcse beherbergt sind und das Hormon Calcitonin produzieren, welches der Regulation des Knochenstoffwechsels dient. Die Untersuchung von Calcitonin im Blut ist deshalb eine effektive M\u00f6glichkeit, diesen Krebs zu finden und nach der Operation ein Rezidiv zu entdecken. Seltener sind die medull\u00e4ren Karzinome famili\u00e4r geh\u00e4uft, zur Erkennung dienst eine Genanalyse.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei allen diesen Krebserkrankungen sind sorgf\u00e4ltige Diagnostik und korrekte Behandlung erforderlich, um die an sich g\u00fcnstige Prognose der follikul\u00e4ren und papill\u00e4ren Schilddr\u00fcsenkarzinome auch zu verwirklichen. Beim medull\u00e4ren Karzinom ist insbesondere die sichere Hand des Chirurgen, der die Dr\u00fcse mit benachbarten Lymphknoten erfassen muss, wichtig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lymphdr\u00fcsenkrebs \/ maligne Lymphome<\/h2>\n\n\n\n<p>An Lymphdr\u00fcsenkrebs (malignen Lymphomen) erkranken in Deutschland j\u00e4hrlich etwa 11000 Personen. Es wird unterschieden zwischen Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphomen, Die Erkrankungen k\u00f6nnen unterschiedlich aggressiv sein, dennoch k\u00f6nnen die meisten Formen des Lymphknotenkrebs mit Chemotherapie (und evtl. Strahlentherapie) geheilt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bildgebung (sowohl aus den Fachbereichen Nuklearmedizin, als auch Radiologie) soll die Ausbreitung der Erkrankung und einen Befall weiterer Organe erkennen (wie z.B. Knochenmark oder Milzbefall, seltener kommt auch ein Befall der Leber, der Lunge, der Knochen, des Gehirns oder beliebiger anderer Organe vor). Au\u00dferdem dienen die Verfahren der Verlaufskontrolle unter Therapie, um mangelndes Ansprechen m\u00f6glichst fr\u00fch erkennen zu k\u00f6nnen. Nach Heilung der Erkrankung kann mittels moderner bildgebender Verfahren ein eventueller R\u00fcckfall erkannt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nuklearmedizinische Methoden k\u00f6nnen verschiedene wichtige Aussagen bei Patienten mit Lymphdr\u00fcsenkrebs treffen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Onkologie und Nuklearmedizin &#8211; untrennbar Die Lebenserwartung ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, unsere Kinder haben eine statistische Lebenserwartung von mehr als 100 Jahren. Leider nehmen mit zunehmenden Alter aber auch Krebserkrankungen zu. 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